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Tarantino Tarantino ist männlich
Haudegen


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Spiegel von heute Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

In der heutigen Ausgabe des Spiegels ist ein Interview von Stephan. Hat das jemand oder ist es irgendwo online ersichtlich? Es soll wohl hauptsächlich um die Onkelz gehen.

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http://www.fussballstammtisch.de
28.04.2008 17:07 Tarantino ist offline E-Mail an Tarantino senden Homepage von Tarantino Beiträge von Tarantino suchen Nehmen Sie Tarantino in Ihre Freundesliste auf
Melvd Melvd ist männlich
Kaiser


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Tät mich auch interessieren.

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Da ging die Tür auf und der Tod kam herein.
"Trinkst du was mit?" fragte ich.
Er gab keine Antwort.

28.04.2008 19:59 Melvd ist offline E-Mail an Melvd senden Beiträge von Melvd suchen Nehmen Sie Melvd in Ihre Freundesliste auf
Tarantino Tarantino ist männlich
Haudegen


Dabei seit: 27.02.2000
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Themenstarter Thema begonnen von Tarantino
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Scheint es wohl nirgends zu geben?

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http://www.fussballstammtisch.de
29.04.2008 17:32 Tarantino ist offline E-Mail an Tarantino senden Homepage von Tarantino Beiträge von Tarantino suchen Nehmen Sie Tarantino in Ihre Freundesliste auf
avancel avancel ist männlich
Foren Gott


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Es ist diese Grundwut“

Stephan Weidner, einst Kopf der Skandalband Böhse Onkelz, über den Ursprung von Jugendgewalt, seine krasse Vergangenheit und wie er mit seiner neuen CD die Schwachen trösten will

Weidner, 44, führte von 1980 bis 2005 die Frankfurter Rockgruppe Böhse Onkelz an, die mit mehreren Millionen verkauften Tonträgern bis heute eine der erfolgreichsten deutschen Bands ist. Gleichzeitig war die Gruppe mit dem brachialen Sound immer umstritten, seit sie in den achtziger Jahren als Skinhead-Truppe aufgetreten war und einige rechtslastige Lieder gespielt hatte. Später löste sich die Band vom rechten Rand, blieb aber die wütende Stimme der Zukurzgekommenen, mit der sich junge Menschen massenhaft in Deutschland identifizierten. Nun hat Weidner sein erstes Soloalbum vorgelegt.

SPIEGEL: Herr Weidner, Sie haben einen Stapel Zeitungsartikel vor sich liegen.
Weidner: Die habe ich noch einmal gelesen. Berichte über die Böhsen Onkelz. Es war ja hanebüchen, welche Unwahrheiten über uns verbreitet wurden. Auch von Ihnen. Ich habe lange keine Interviews gegeben.

SPIEGEL: Was werfen Sie den Journalisten vor?
Weidner: Es wurden Daten und Fakten durcheinandergeworfen und jahrelang ignoriert, dass wir uns schon 1986 aus der damals entstehenden rechtsextremen Musikszene gelöst haben. Es gab keine intelligente Auseinandersetzung mit dem Thema.

SPIEGEL: Das lag vielleicht daran, dass Sie weder Ihren Bandnamen noch Ihren Stil geändert hatten. Stattdessen haben Sie die Haltung der von der Gesellschaft Ausgestoßenen und Missverstandenen kultiviert.
Weidner: Das ist mir zu simpel. Das klingt ja, als hätten wir uns als Opfer gefühlt. Wir haben uns aber gewehrt. Wir haben diesen Trotz in unseren Texten verbalisiert. Ich muss mich ja selbst starkreden, wenn mir die ganze Zeit nur Kugeln um die Ohren fliegen. Aber es haben sich viele Jugendliche in unseren Texten wiederfinden und daran aufrichten können.

SPIEGEL: Haben Sie eine Vorstellung davon, wer diese Menschen sind?
Weidner: Es sind oftmals die, die in der Öffentlichkeit sonst nicht vorkommen. Die, die definitiv keine Lobby haben.

SPIEGEL: Für die scheinen Sie auch auf Ihrem Soloalbum zu singen.
Weidner: Ich war selber mal ein Underdog, und ich weiß, wie es diesen Leuten geht. Ich bin dieser Rolle lange entwachsen, aber ich bin auch gern deren Stimme, wenn sie eine brauchen.

SPIEGEL: Was soll das für eine Stimme sein? Das Album klingt fatalistisch und düster. Es geht um Angst und Kampf, Hass, Schmerz und Tod.
Weidner: Für mich sind diese Songs Selbsttherapie. Fast jeder Onkelz-Song war autobiografisch. Das ist immer noch so. Mir geht es darum, schwache Menschen nicht noch schwächer zu reden, sondern stärker zu machen, mutiger, auch souveräner. Wer seine Stärken kennt, hat keine Angst. Aus
dem wird kein Ausländerfeind, kein Säufer, kein Gewalttäter.

SPIEGEL: Die Lieder haben Titel wie „Bitte töte mich“ oder „Waffen & Neurosen“. Wie wollen Sie damit Mut machen?
Weidner: Ich finde, es gibt in Deutschland nicht viel schönzureden. Wenn ich den Fernseher als Indikator für unsere Gesellschaft nehme, sehe ich da Menschen, die kein Vorbild sein können. Schwache Menschen, in deren Leid wir uns suhlen, Pseudoprominente, die sich zu wichtig nehmen, Politiker, die uns belügen, wo sie nur können. Da soll ich fröhliche Popmusik machen? Es ist diese Grundwut, die mich treibt.

SPIEGEL: Früher hat Wut Sie zu einem gefährlichen Mann gemacht.
Weidner: Wenn mich früher jemand in der U-Bahn zu lange angeguckt hat, habe ich mich provoziert und angegriffen gefühlt. Aus Angst, aus Unsicherheit, aus Unwissenheit. So paranoid sind heute immer noch viele Jugendliche.

SPIEGEL: Haben Sie eine Erklärung dafür?
Weidner: Ich weiß nicht, ob Sie oder all die anderen Journalisten sich das vorstellen können – aber wir sind nicht aggressiv und wütend auf die Welt gekommen. Uns sind Dinge widerfahren, von denen sich die meisten gar nicht vorstellen können, dass sie existieren.

SPIEGEL: Was für Dinge?
Weidner: Ich musste lernen, meine niedersten Instinkte zu wecken, um nicht unterzugehen, dort, wo ich aufgewachsen bin. Klingt wie ein Klischee, war aber so.

SPIEGEL: Sie meinen Ihre Jugend am Frankfurter Berg, einem Hochhausghetto. Sie sind mit zwei Brüdern und zwei Schwestern bei Ihrer Mutter aufgewachsen.
Weidner: Ich habe wirklich keine Lust, darüber zu reden. Nur so viel: Es gibt viele Leute da draußen, die übersehen werden. Und die nichts dafür können. Ich war einer davon. Aber man wird nicht asozial geboren. Man entwickelt Zwänge und Ängste.

SPIEGEL: Ängste wovor?
Weidner: Ich hatte Angst vor Armut, vor den anderen Kindern, vor der Gewalt auf dem Weg zur Schule. Und ich sah zwei Möglichkeiten: Entweder du schlägst zurück, oder du gehst unter.

SPIEGEL: Sie haben zurückgeschlagen?
Weidner: Ja, habe ich. Ich war wirklich schlimm. Außer Kontrolle. Aber ich werde hier, verdammt noch mal, kein Plädoyer für gewaltbereite Jugendliche halten. Gewalt ist, so abgedroschen sich das jetzt anhört, keine Lösung. Das bringt dir aber keiner bei, das musst du erst lernen. Ich hatte Glück, ich habe es gelernt. Aber ich bin jetzt 44 und kann mich nicht mehr mit meiner schwierigen Jugend rausreden.

SPIEGEL: Haben Sie als Geläuterter eine
Ahnung, was Sie damals hätte abhalten können, außer Kontrolle zu geraten?
Weidner: Jungen Menschen aus schwierigen Verhältnissen verschafft niemand das Selbstbewusstsein, das es ihnen ermöglicht, Gewalt nicht mehr als Mittel ihres Ausdrucks verstehen zu müssen. Und hier muss man ansetzen. Reiche ich jemandem die Hand, oder grenze ich aus?

SPIEGEL: An den Schulen und in Sozialeinrichtungen wird versucht, genau das Jugendlichen zu vermitteln.
Weidner: Aber auf welche Art denn? Auf
Sozialarbeiter oder Lehrer hört doch keiner. Wir haben das jedenfalls nie getan. Das ist das große Versäumnis, was ich der Öffentlichkeit in Bezug auf die Böhsen Onkelz vorwerfe. Wir wollten uns von Gewalt und Rechtsextremismus distanzieren, doch die Öffentlichkeit hat das totgeschwiegen – oder gar nicht erst geglaubt. Man wollte uns keine Bewusstwerdung zugestehen. Was hätte man mit den Onkelz für ein Instrument in der Hand gehabt: eine Band, die die Gewalt gelebt und sich von ihr abgewendet hat und die glaubwürdig auf jugendliche Randgruppen hätte einwirken können.

SPIEGEL: Glauben Sie das im Ernst?
Weidner: Was denken Sie, wie viel Tausende Briefe und E-Mails wir immer noch bekommen, in denen steht: „Ihr habt mir das Leben gerettet. Ohne Euch säße ich im Knast oder wäre ein Nazi.“

SPIEGEL: Das klingt nach Ende gut, alles gut.
Weidner: Ich bin auf diese Skinhead-Zeit wirklich nicht stolz. Wir waren aggro, wir waren gewaltbereit, wir waren besoffen. Das sind alles Attribute, mit denen ich heute nichts anfangen kann. Leider haben wir in dieser Zeit unser erstes Album rausgebracht, das dann in der Skinhead-Szene Kultstatus erlangte.

SPIEGEL: Es wurde wegen Gewaltverherrlichung beschlagnahmt. Ihre Band galt als Vorreiter des Rechtsrock.
Weidner: Das ist jetzt 24 Jahre her! Werfen Sie Senta Berger auch noch vor, dass sie mal in „Als die Frauen noch Schwänze hatten“ mitgespielt hat?

SPIEGEL: Das kann man nicht vergleichen.
Weidner: Ich weiß. Aber mich nervt dieses Thema. Wir haben uns von 1984 bis 1986 in dieser Szene bewegt. Der Begriff Rechtsrock ist erst 1992 etabliert worden und ist seitdem ein totaler Hype. Lachhaft. Wir müssen endlich aufhören, diesen Leuten eine Bühne zu bieten. Aber bei diesen paar versprengten Rechten sind wir uns plötzlich wieder alle einig: Das sind die Bösen, die sind wahnsinnig gefährlich. Anstatt auch auf diese Idioten zuzugehen und zu sagen: Wisst ihr was, Leute? Ihr braucht eigentlich Hilfe.

SPIEGEL: Ist von Stephan Weidner Hilfe zu erwarten?
Weidner: Ja. Denn mein Album erzählt extrem persönliche Geschichten. Es gab viel aufzuarbeiten. Ich habe einen meiner besten Freunde verloren, ich habe eine Beziehung beendet, ich habe meine Band nach 25 Jahren aufgelöst. Es ist Therapie, es wird artikuliert, verbalisiert, durchgekaut und ausgespuckt.

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Es ist ein Naturgesetz eine Arschseite zu besitzen. Man kann sie einigermaßen kontrollieren aber nicht abschütteln. Also, Klugscheißer, kümmere Dich um Deine Arschseite und kontrolliere sie oder mach sonst was damit.
30.04.2008 20:42 avancel ist offline E-Mail an avancel senden Beiträge von avancel suchen Nehmen Sie avancel in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie avancel in Ihre Kontaktliste ein
Tarantino Tarantino ist männlich
Haudegen


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Zitat:
Original von avancel
ich habe meine Band nach 25 Jahren aufgelöst.


Ich dachte das hätten sie gemeinsam gemacht - Egomane du ...

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http://www.fussballstammtisch.de
30.04.2008 21:12 Tarantino ist offline E-Mail an Tarantino senden Homepage von Tarantino Beiträge von Tarantino suchen Nehmen Sie Tarantino in Ihre Freundesliste auf
Jonixx Jonixx ist weiblich
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Zitat:
Ich habe einen meiner besten Freunde verloren

meint er damit gonzo?

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02.05.2008 19:37 Jonixx ist offline E-Mail an Jonixx senden Beiträge von Jonixx suchen Nehmen Sie Jonixx in Ihre Freundesliste auf
nico
Haudegen


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hehe wassn assi
02.05.2008 21:19 nico ist offline E-Mail an nico senden Beiträge von nico suchen Nehmen Sie nico in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie nico in Ihre Kontaktliste ein
drunken_and_fit drunken_and_fit ist männlich
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Zitat:
Original von Jonixx
Zitat:
Ich habe einen meiner besten Freunde verloren

meint er damit gonzo?


nope! ich glaube marc spoon!
03.05.2008 16:54 drunken_and_fit ist offline E-Mail an drunken_and_fit senden Homepage von drunken_and_fit Beiträge von drunken_and_fit suchen Nehmen Sie drunken_and_fit in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie drunken_and_fit in Ihre Kontaktliste ein
ChriZ ChriZ ist männlich
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Wenn man den Weidner über die Skinheadszene labern hört/liest fragt man sich ja schon ob er wirklich der weitsichtige Mensch ist der er vorgibt zu sein. Er tut ja gradezu so, als wär man als Skinhead automatisch ein Nazi. Kein Wunder dass das Thema dann immer wieder auf die Band bezogen wird

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Melvd Melvd ist männlich
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Er bezieht das "aggro, gewaltbereit und besoffen sein" ja auf die Skinhead-Zeit der onkelz und nicht auf das Skinhead-sein allgemein. So kam es für mich jedenfalls direkt und ohne großes Überlegen rüber.

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Er gab keine Antwort.

04.05.2008 17:37 Melvd ist offline E-Mail an Melvd senden Beiträge von Melvd suchen Nehmen Sie Melvd in Ihre Freundesliste auf
Powerman Powerman ist männlich
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er will kohle machen, nix weiter.....

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04.05.2008 23:54 Powerman ist offline E-Mail an Powerman senden Homepage von Powerman Beiträge von Powerman suchen Nehmen Sie Powerman in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Powerman in Ihre Kontaktliste ein
boehserwolfi boehserwolfi ist männlich
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Zitat:
Original von Powerman
er will kohle machen, nix weiter.....


is ja auch net verwerflich...wenn es gut läuft für ihn dann herzlichen glückwunsch, ich werd mir das album sowieso net kaufen.

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05.05.2008 10:26 boehserwolfi ist offline E-Mail an boehserwolfi senden Beiträge von boehserwolfi suchen Nehmen Sie boehserwolfi in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie boehserwolfi in Ihre Kontaktliste ein
Melvd Melvd ist männlich
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Von mir aus soll er Kohle machen, denn mir gefällt sein Album sehr gut.

Was mich am Interview wundert, ist die Tatsache, dass er sich bewusst zu sein scheint, für was für eine "Klientel" er Lieder schreibt. Zumal es für mich weniger in die Underdog-Richtung á la onkelz geht und mir auch nicht besonders düster und erst recht nicht fatalistisch erscheint.

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05.05.2008 20:13 Melvd ist offline E-Mail an Melvd senden Beiträge von Melvd suchen Nehmen Sie Melvd in Ihre Freundesliste auf
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